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Wüstenblume

Hallo an meine Leser!

Heute schreibe ich über einen Film, über den ich vorher nichts wusste. Alle Informationen, die ich hier mit euch teile, habe ich selbst recherchiert. Letzten Dienstag war ich im Film "Wüstenblume",
ein sogenannter "Bio-Pic".

Normalerweise erwartet man ja von solchen Filmen eine gewisse Vermischung der tatsächlichen Geschichte und fiktiven Ereignissen, doch soweit ich weiß, ist alles so vorgefallen, wie es im Film dargestellt wird. Der Titel „Wüstenblume“ ist übrigens die Bedeutung des Namens der Hauptfigur Waris Dirie.

Anders als gewohnt wird hier die Geschichte nicht in einer chronologischen Reihenfolge erzählt. Mich persönlich hat diese Erzählweise mehr als geschockt und immer wieder auf „den Boden der Tatsachen“ zurückgeholt. Mit einer klaren Botschaft watet der Film stets auf: Es ist keine Aschenputtelgeschichte im üblichen Sinne. Nichts, was Waris Dirie in ihrem Leben erreicht hat,  nicht einmal eine Topmodelkarriere, die Flucht aus einem von Krieg geplagten Land, Somalia, kann aufwiegen, was ihr die „Tradition“ der Genitalverstümmelung ihres Herkunftslandes genommen hat.

Die Rückblenden, die der Zuschauer erlebt, sind zutiefst schockierend und bewegend. Immer mehr versteht der Zuschauer die Hauptfigur, wodurch die Glaubwürdigkeit von Liya Kebede, die Waris Dirie spielt, von Minute zu Minute wächst. Es rückt fast in den Hintergrund, dass diese Frau so „erfolgreich“ wird und sich alle Hochglanzmagazine um sie reißen, z. B. war sie die erste schwarze Frau, die auf dem Cover der Vogue zu sehen war. Viel mehr bringt sie durch diesen Film und auch ihrem autobiographischen Buch Millionen Menschen nahe, was in Afrika jeden Tag passiert und wie selbstverständlich gewisse Traditionen noch angesehen werden. Ich war erschrocken, als ich sah, dass Waris mit 13 mit einem Mann verheiratet werden sollte, der bestimmt 40 Jahre älter war als sie und alles nur, weil sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen hatte.

Die Szenerie wechselt sich mit London und der Einöde der Wüste Somalias ab. Immer ein großer Teil des Filmes, der Soundtrack. Komponiert von Berliner Martin Todsharow (Phantomschmerz, 1 ½ Ritter) der zur Elite der deutschen Filmkomponisten gehört. Geheimnisvoll und düster ist die Stimmung durchgehend, neben mir haben fast alle zu Taschentücher gegriffen.

Die Regisseurin Sherry Hormann lässt alles auf den letzten Moment zusammenlaufen, der sehr überraschend für mich war. Viel will ich darüber nicht verraten, aber Waris Dirie schockiert eine Journalistin bei einem Interview. Sie wird gefragt, ob der Tag, an dem sie in einer Mc Donald's-Filiale entdeckt wurde, der Tag war, der ihr Leben verändert hat. Ihre Antwort ist mutig, erstaunlich und bewundernswert. Sie macht die Welt auf die Grausamkeit der Genitalverstümmelung aufmerksam und das nun auch durch diesen Film. Heutzutage ist Waris Dirie UN-Botschafterin im Kampf gegen die Genitalverstümmelung in Afrika und auch Europa.
Ein Film, der Dinge verändern soll und keineswegs einem Klischee entsprechen will. Wachrüttelnd, mutig, fesselnd und auf jeden Fall nicht nur ein „Frauenfilm.“

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