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Ergebnisse der letzten Kinobesuche

Meine lieblichen Kritikenleser,

lang, lang ists her... doch zu schreiben hab ich mehr! Eine kleine Aufklärung: Ich war jede Woche im ganzen letzten Monat im Kino. Es ist also nicht so, als wäre ich nicht meiner "Arbeit" nachgegangen  - doch ich befand mich in einem Dilemma! Jetzt ziehe ich euch zur Rate. Leider waren fast alle der letzten Filme die ich gesehen habe nicht gerade gut. Sollte ich also auch mehrere Kritiken schreiben und die Filme darin zerreißen? Denn ich mag es viel mehr über Filme zu schreiben, die ich gut finde und euch ans Herz legen kann!   Darum folgen hier einpaar Minikritiken der letzten Filme die ich gesehen habe. Mit eher weniger Hintergrundinfo, aber dafür mit mehr Meinung....

Date Night - Gangster für eine Nacht

EIn Film über ein Pärchen, das aufgrund einer Verwechslung in Ärger gerät. Einer meiner Lieblingscomedians spielt den Ehemann, Steve Carrell (Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy, Bruce & Evan Allmächtig). Er hat meinen bevorzugten Humor, mit einbisschen Old School Slapstick. Nur durch ihn und seine Partnerin Tina Fey  ist der Film einigermaßen tragbar. Sie sind beide bekannt geworden durch eine amerikanische Late Night unfassbar tollen Witzshow Saturday Night Live, wo u. a. Adam Sandler und Will Ferrell sich die Klinke in die Hand gaben.   Es gibt einpaar ok-Witze, doch das wars leider auch schon. Unter einer Verwechslungskomödie hätte ich mir etwas anderes vorgestellt. Schön anzusehen: Mark Wahlberg ohne T-Shirt, doch selbst das wird langsam zum alten Hut.

Das Bildnis des Dorian Gray

Vorweg sag ich gleich, ich habe das Buch leider nicht gelesen. Es stammt von Oscar Wilde, aus dem Jahre 1891. 1970 wurde das Buch zum ersten Mal verfilmt. Dieses Mal spielt der Film jedoch irgendwo zwischen 1830 und 1900, im viktorianischen Zeitalter. Dorian Gray, gespielt von Ben Barnes (Die Chroniken von Narnia). Dieser trifft das wortwörtliche Bildnis des Dorian Gray 1:1. Er sieht einfach unfassbar gut aus, ohne ins Lächerliche gezogen zu werden oder kitschig zu wirken.   Man erfährt das seine Eltern verstorben sind und sieht durch Rückblenden, dass sein Großvater ihn hasste, schlug und auf dem Dachboden einsperrte. Nach kurzem wird er in die High Society Londons eingeführt. Basil Hallward (Ben Chaplin [Der schmale Grat, Mord nach Plan]) nimmt sich seiner an und ist geblendet von seiner Schönheit. Ebenfalls davon geblendet ist Lord Henry Wotton (Colin Firth [Bridget Jones]) und nimmt sich seiner an. Nach und nach verdirbt letzterer den schüchternen, unerfahrenen Dorian immer mehr. Doch durch ein Bild, was Basil angefertigt hat, altert Dorian nicht und sieht nicht verdorben aus, dafür aber sein Bild. Er bleibt jung und schön von außen. Was vom Film übrig bleibt ist ein oberflächlicher Gothik - Horror - gute Kostüme - Käse, doch mehr auch nicht.

 Nun folgen zwei Filme, bei denen ich mit meiner eher neutral-negativen Meinung wohl alleine da stehe.

Nun folgen zwei Filme, bei denen ich mit meiner eher neutral-negativen Meinung wohl alleine da stehe.

Remember me

Hier trefft ein Liebespaar aufeinander, das viel erlebt hat, trotz ihrer jungen Jahre von 21 und bald 22. Der Film beginnt schon tragisch, mit der Ermordung der Mutter von Ally Craig, gespielt von Emilie de Ravin (Lost, Roswell) auf einem Bahnsteig. Schauplatz: New York. Dies geschieht im Jahre 1991. Nach und nach werden Bruchstücke um die Lebensgeschichte der Hauptfiguren preis gegeben und so macht sich der Zuschauer ein Bild und begreift, warum die Charakter so sind, wie sie eben sind.   Tyler Hawkins (Robert Pattinson) hat vor einigen Jahren seinen großen Bruder verloren, dieser nahm sich das Leben an seinem 22. Geburtstag, nachdem er bei seinem Rechtsanwalt und dann erst Vater Charles Hawkins (Pierce Brosnan) eingestellt wurde. Tyler hat dies noch nicht verkraftet und mit dem Naherücken seines 22. Geburtstages geht es ihm nich gerade besser. Ally und er werden ein Liebespaar trotz widriger Umstände (einer Wette, da sie die Polizistentochter ist, von welchem er und ein Freund eingebuchtet wurden) und vertiefen ihre Gefühle füreinander immmer mehr. Trotz der Dramaverpackung ist das Gefühl des Verliebtseins gut erhalten geblieben, doch das Ende, ja das Ende. It makes or breaks the movie. Kann man sich ansehen, doch eher auf DVD als im Kino.

Alice im W(underland)

Denn Alice hatte sich beim ersten Mal, als sie das "Wunderland" besucht hatte, verhört. Unterland heißt es eingetlicht, das Land mit den wunderlichen und verrückten Kreaturen. Bei diesem Film teilt sich meine Meinung von den anderen, großteils positiven Kritiken. Denn mich hat der Film nicht in dem Maße berüht, wie das Original und nicht wie sonst alle anderen Tim Burton Filme und Johnny Depp Kooperationen. Der Film ist eine Mischung zwischen den Büchern von Lewis Carroll, Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln. Die Geschichte ist schwer nur teilweise nachzuerzählen, doch ich versuche mich einmal: Alice (Newcomerin Mia Wasikowska) ist mittlerweile 19 Jahre alt, hat vergessen, was ihr mit 6 Jahren passierte und träumt nur intensiv davon... sie ist kurz davor, eine Dame im viktorianischen Zeitalter zu werden. Ideales Alter um zu heiraten (Hilfe, sag ich 2010 dazu!) und sich niederzulassen. Ein Mann ist auch schon zur Hand, die vermeitliche Feier ist eine Verlobungsparty für Alice, alles scheint zu stehen. Nach dem unbeantworteten Antrag flüchtet diese in den Wald und fällt in den berühmten Kaninchenbau. Von hier an freute ich mich einfach nur noch irrsinng (passend!) auf den Hutmacher, Mad Hatter, Johnny Depp und natürlich auf Helena Bonham Carter - als die rote Königin. Alice ist die auserwählte Retterin des Unterlands, eben vor dieser bösen Königin, die das Land versklavt und unterworfen hat. Alle wollen die alte Regentin zurück - die weiße Königin (Schwester der roten Königin, Anne Hathaway). Meine Anmerkung: Schreckliche, schreckliche, aberwitzige Performance von Anne Hathaway. Da hätte ich lieber eine tyrannische Herrscherin über mir, die mich beim kleinsten Pups anschreit und sagt: AB MIT DEM KOPF! Einzig lohnenswert: Johnny Depp. Ach ja, Johnny Depp unter Tim Burton... Man sollte mal einen Kinotag mit diesem Duo füllen - da wäre ich dabei. Umwerfend wie immer, skandalös und schrill wie immer, geschminkt wie eine Dragqueen gone bad, doch glaubwürdig und niemals lächerlich. Wer aber wirklich rührende und einfühlsame Fantasykost zu sich nehmen will, der solle sich lieber Edward mit den Scherenhänden ansehen. Ansonsten fand ich den Film eher Fantasy-Mittelmaß. Gegen Ende das letzte Schmankerl: Der Jabberwocky.

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Kommentare

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timo am :

Danke für die interessante Übersicht. Eigentlich war ich vom Film "Alice im Wunderland" eher enttäuscht.

Sarah am :

Na, wie schön, aber auch traurig zu sehen, dass ich nicht alleine dastehe mit meiner bescheidenen bis enttäuschten Meinung von "Alice im Wunderland!"

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